Hallo, ich bin Anja (nenn mich gerne Ani) und dies ist meine Geschichte ...
Sie handelt davon wie ich anfing, in einer dunklen Zeit meines Lebens meinem Licht wie einem Nordstern zu folgen und meine kreativen Träume wahr zu machen.
Außerdem handelt sie davon, wie auf diesem Wege etwas Überraschendes passiert ist - nämlich, dass die kreativen Prozesse in einer Art und Weise zu meiner Transformation und Heilung beigetragen haben, wie ich es mir nie hätte vorstellen können.
And the story goes on …
Vor einigen Jahren hatte ich das Gefühl, mich völlig selbst verloren zu haben. Ich kannte mich selbst nicht und hatte die Verbindung zu meiner Freude und zu mir verloren.
Inmitten dieser Dunkelheit erschien wie aus dem Nichts ein Lichtstreif am Horizont und ich erinnerte mich - an mich! Alles, was ich immer wollte war malen und schreiben. Nichts davon tat ich damals. Doch ich spürte ein Kribbeln der Vorfreude in meinem Körper - und ich folgte ihm.
Dies war eines der ersten Bilder, das ich gemalt habe:
Mangels Papier und weil es sofort raus wollte, habe ich es auf einer Buchseite gemalt. Es ist ein Selbstportrait und zeigt, wie ich mich damals gefühlt habe. Es war als hätte ich die Traurigkeit und das Gefühl des Verlorenseins aus mir heraus gemalt. Da war es - auf dem Papier -, was mir irgendwie sehr geholfen hat, mit diesen Gefühlen umzugehen.
Meine ersten Zeichen- und Malversuche gingen zaghaft vonstatten. Ich konnte mich darin verlieren und habe mich wieder lebendig und mit mir verbunden gefühlt. Und doch konnte ich den Prozess oft nicht wirklich genießen, weil ich so auf das Ergebnis fixiert war. Ich habe mich selbst verurteilt, wenn ein Bild nicht meinen Erwartungen entsprochen hat und habe meinen Wert vom Ergebnis abhängig gemacht. Oft war ich so frustriert, dass ich oft wochenlang keinen Stift mehr angefasst habe. Ich dachte: Ich kann es wohl einfach nicht. Heute sehe ich das ganz anders. 'Ich kann nicht' gibt es gar nicht mehr. Die Frage ist eher: Wie sehr will ich es?
Damals hatte ich sehr wenig Energie, oft nicht einmal zum Malen. Ich fing wieder an zu journalen und schrieb, dass ich das Gefühl habe als hätte ich eine kleine Flamme in mir, die so kraftlos ist, dass ich die ganze Zeit aufpassen muss, dass ich nicht zu viel mache, damit sie nicht erlischt.
Die kleine Flamme erschien nun immer öfter auf den Seiten meines Journals und ich fing an mich ihr liebevoll zuzuwenden anstatt ängstlich davon zu laufen, weil ich ihre fehlende Kraft nicht ertragen konnte. Ich glaube, dass es in diesen Heilungsprozessen, die wir oft in diesen Momenten nicht als solche erkennen, vor allem wichtig ist, hin zu schauen und ehrlich mit sich zu sein, auch wenn es weh tut.
Mit der Zeit habe ich mich mit der kleinen Flamme in mir angefreundet und mich immer mehr mit ihr verbunden. Eines Tages bin ich dann aufgewacht und es war ein Schnipsel einer Geschichte in meinem Kopf - die kleine Flamme wollte anscheinend lebendig werden. Ich dachte: 'Das ist ja spannend. Schreib es mal auf. Mal sehen, was daraus wird.' An diesem Tag fing ich an zu schreiben und konnte nicht mehr aufhören. Ich schrieb und schrieb mehrere Stunden, ohne nachzudenken. Ich schrieb einfach als ob es mir diktiert wurde. Heute weiß ich: das nennt man Channeling. Als ich fertig war, war ich erschöpft und energetisiert zugleich. Mir war sofort klar: das muss ein Buch werden, denn das hier war so wichtig! Ich hatte die Botschaft verstanden und habe auch meinem Journal eine Seite dazu gewidmet. Darin stand groß und breit: Folge deinem Licht.
Also habe ich mich gefragt, was mein Herz aufleuchten lassen würde: ich wollte unbedingt mit Aquarellfarben malen, auch wenn das ja nicht das leichteste Medium ist. Doch es entspricht sehr meinem Wesen: wild und ungezähmt macht es, was es will und fließt dahin, wo es sich hin gezogen fühlt. Ihr könnt meine Familie und meine Freunde fragen - in mir steckt ein kleiner Rebell, haha.
Nun, ich wollte dem folgen, was meine Augen zum Strahlen bringt ...
Ungefähr zu derselben Zeit fing ich an, mich mit Themen der Persönlichkeitsentfaltung, Spiritualität und Heilung zu beschäftigen. Ich hatte das Gefühl als mache ich mich endlich wieder auf den Weg zurück nach Hause, zu mir - sowohl durch die Kreativität als auch durch die Beschäftigung mit diesen Themen und der Rückverbindung mit mir selbst.
Eines Tages wurde mir klar, dass ich angefangen hatte, all das, was ich in meinem Selbstfindungsprozess gelernt habe, auf die Kreativität zu beziehen und so nutze ich seit Jahren meinen kreativen Prozess ganzheitlich für meine Heilung und Transformation. Die kreativen Prozesse zeigen mir, wo ich gerade stehe und ich liebe es, mich mit den psychologischen, mentalen und emotionalen Aspekten, die damit zusammen hängen zu beschäftigen. Ich kann nur sagen: es steckt ein ganzes Universum dahinter! Das ist etwas, was ich in Zukunft so gerne weiter geben möchte, weil es eben unser ganzes Leben betrifft, nicht nur den Teilbereich Kreativität. Dazu könnte ich direkt ein neues Buch schreiben, denn ich glaube, dass jeder einzelne Mensch kreativ ist und dass die Kreativität unsere Natur ist. Das muss übrigens nicht unbedingt bedeuten, dass wir alle auch künstlerisch-kreativ sind. Kreativ zu sein ist einfach unser Wesen.
Mit Aquarell zu malen war toll, wenn auch oft schwierig. Ich habe nicht nach einem anderen Medium gesucht, aber als ich Procreate entdeckte, haben meine Augen geleuchtet wie die eines kleinen Kindes an Weihnachten. Ich wusste: DAS will ich auch! Und tatsächlich hatte ich viel mehr Erfolgsererlebnisse in meinem Prozess und mit meinen Ergebnissen, was mich motiviert hat immer mehr zu malen. Damals war ich immer noch sehr auf das Ergebnis fokussiert. Im Nachhinein betrachtet war Procreate ein riesiger Gamechanger auf meinem kreativen Weg.
Ich war so begeistert, dass ich meine Liebe zu Procreate in meinen Tutorials bei Youtube weiter gegeben habe. Zu dieser Zeit gab es noch sehr wenige Videos dazu. Ich wollte, dass andere Menschen auch wieder zurück in ihre Kreativität finden und ich wusste, dass Procreate mir sehr dabei geholfen hatte. Ich war so freudig aufgeregt, obwohl ich keine Ahnung hatte, wie man überhaupt Videos dreht oder schneidet. Aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt, dank des Malens, schon verstanden: Ich kann ALLES lernen, was ich möchte. Mein Feuer brannte dafür, es anderen zu ermöglichen, was Procreate für mich möglich gemacht hatte: den Weg zurück in die Kreativität zu finden. Und tatsächlich habe ich unglaublich viele Rückmeldungen bekommen, in denen mir Menschen davon berichtet haben, dass sie durch meine Videos endlich wieder angefangen haben zu malen und wie glücklich sie darüber sind - das hat mich natürlich umso glücklicher gemacht!
Durch die stetige Rückverbindung mit mir habe ich immer schneller gespürt, was der nächste Schritt ist und so habe ich gemerkt: ich vermisse Aquarell, aber in Procreate zu arbeiten fühlte sich irgendwie sicherer an. Als ich gesehen habe, dass es auch möglich ist, in Procreate mit Aquarelleffekten zu malen, leuchtete wieder einmal meine innere Flamme auf. Ich war hellauf begeistert, kam aber mit den Aquarellpinseln, die ich gekauft habe und ausprobierte nicht zurecht. Was ich nicht wusste war, dass das Malen mit Aquarellpinseln in Procreate sich doch sehr von dem 'normalen' digitalen Malen unterschied. Als ich auf die Idee kam, meine eigenen Aquarellpinsel zu erstellen, spürte ich wieder die Flamme der Begeisterung hell auflodern. Und mir war klar: ich mache das nicht nur für mich. Ich wollte das Malen mit Aquarellpinseln in- und auswendig kennen lernen und weitergeben, damit anderen dieser Frust erspart bliebe und sie ihrer eigenen Begeisterung direkt folgen können. Und meine Güte - ich hatte den größten Spaß bei der Erstellung der Pinsel und wollte gar nicht mehr aufhören!
Meine Aqualove-Pinsel waren ein voller Erfolg, aber in den Wochen, während ich die Tutorial-Videos aufgenommen habe, fühlte sich etwas nicht stimmig an. Ja, ich wollte die Techniken und How-To's weiter geben, aber mir wurde bewusst, dass mir etwas anderes noch wichtiger ist: Dass jeder in der Lage ist, seine eigene soulart zu erschaffen und auch seine kreativen Träume wahr zu machen - doch dafür reicht es nicht, Mal-Techniken zu vermitteln. Außerdem habe ich mit der Zeit gemerkt, dass ich meinen Fokus gerne auf die Kreation meiner eigenen soulart legen möchte - es war beinahe ein körperlicher Schmerz, so stark war die Sehnsucht. Aber irgendwie war ich blockiert.
Immer wieder hatte ich auch stark mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Mittlerweile wusste ich, dass das immer dann geschieht, wenn ich nicht im Einklang mit mir bin. Ich verstand es erst nicht, weil ich doch meiner Begeisterung und Freude gefolgt war. In diesem Moment kam Theta-Healing in mein Leben. Theta-Healing ist eine energetische Heilmethode, in der wir uns mit der Energie der Schöpfung bzw. des Universums verbinden, Themen auflösen und Heilung bezeugen können.
Meine Blockdade, mich meiner eigenen Herzenskunst zu verschreiben hatte sich auch in Problemen in meinem zweiten Chakra, das ja u.a. für die Kreativität steht, manifestiert. Während einer einzigen Theta-Healing-Sitzung haben sich meine Blockaden in Luft aufgelöst. Niemals zuvor hatte ich solchen Balsam für die Seele erlebt. Ich war von den Socken, weil ich mit den Problemen im Unterleib seit vielen Jahren gekämpft hatte und auch Ärzte und Heilpraktiker keine Lösung mehr wussten. Vor allem aber habe ich direkt nach der Sitzung wieder angefangen zu malen und ein neuer Mal-Flow konnte beginnen.
Daraufhin habe ich selbst Theta-Healing erlernt und nutze es seitdem täglich für mich, meine Liebsten und Freunde und möchte es zukünftig auch mit meinen Creativity Coachings verbinden.
Denn ein weiteres Licht, dem ich gefolgt war, war eine Ausbildung zum Creativity Coach zu machen und mich damit zu befassen, wie wir es schaffen können, unsere soulart zu erschaffen. Ich liebe es, in die Tiefen dieses riesigen Ozeans an Themen einzutauchen! Oft wird die Manifestation unserer Herzenskunst ja von so vielen Schichten überlagert, dass es schwierig ist, uns überhaupt auch nur die Zeit dafür zu nehmen. Doch im Grunde steckt oft Angst dahinter - die Angst, dem Ganzen nicht gewachsen zu sein oder die Angst, nicht gesehen zu werden (es gibt so viele Ängste, die hier eine Rolle spielen!) und so prokrastinieren wir und und haben Angst, uns mit unserem Perfektionismus und unserem inneren Kritiker auseinander zu setzen. All das resultiert in Vermeidung. Diese Strategien wollen uns beschützen, sind jedoch nicht hilfreich, um voran zu kommen. Es gibt andere Wege, die es uns ermöglichen trotz all der Unsicherheiten, die mit dem kreativen Prozess verbunden sind, unsere soulart zu erschaffen.
Je mehr ich darüber lernte, umso sicherer fühlte ich mich, nun auch meine Herzenskunst anzugehen und meine Geschichte von der kleinen Flamme zu illustrieren und sie tatsächlich auch als Buch heraus zu bringen. Der Wunsch in mir immer wurde immer stärker und ich hoffte, dass es nicht nur mich berührt, sondern auch andere kreative Seelen inspiriert, ebenfalls ihr Licht liebevoll zu entfachen und in die Welt zu tragen. Soulart-magic eben 💫
Ich wünsche mir, dass dich meine Geschichte ermutigt, ebenfalls deinem Licht zu folgen. Wir müssen nicht von vornherein wissen, was unsere große Aufgabe im Leben ist - wenn es eine solche denn gibt. Es reicht, wenn wir der Freude und der Liebe folgen und das tun, was uns JETZT - in diesem Moment - am meisten aufleben lässt. Jeder neue Schritt erfordert innere Arbeit und an jeder Kreation wachsen wir. Aber mit jedem Schritt kommen wir auch mehr und mehr bei uns an und kommen zurück, nach Hause zu uns.
Fortsetzung folgt …